LDW: Bohren & der Club of Gore: Nightwolf

Als ich heute morgen aus dem Fenster guckte, sah ich das:

Herbst!

Und dann war es ganz klar: Die Zeit für Bohren & der Club of Gore ist gekommen. Eigentlich ist die Zeit ja immer, aber es gibt bestimmte Stimmungen, da passt die Musik eben noch besser: Herbstdepression, nächtliche Auto- oder Zugfahrten, alles, was irgendwie dunkel ist. Als ich Bohren das erste mal beiläufig hörte, dachte ich, ich hätte es mit Twin Peaks-Musik zu tun - war aber nicht so. Die Stimmung stimmt aber eben auch da, und das Lied der Woche hätte man eben auch gut zur Twin Peaks-Vertonung benutzen können.
Das Werk ist über eine Viertelstunde lang und es ist nicht mal besonders blasphemisch zu sagen, dass in dieser Zeit nicht so besonders viel passiert - aber darum geht es auch überhaupt nicht. Es ist die besondere Stimmung (die übrigens gar nicht mal so arg Menschenfeindlich sein muss, wie viele das der Kapelle immer hinterherschreiben), die die Musik transportiert, für die man sie lieben muss. Muss.

Interpret: Bohren und der Club of Gore
Titel: Nightwolf
Album: Sunset Mission
Jahr: 2000
Label: Wonder
Kaufen: www.amazon.de

One Response to “LDW: Bohren & der Club of Gore: Nightwolf”

  1. Dabrink Says:

    Oh wie war - Melancholie pur. Ich liebe diese Platte auch! Und wer hat behauptet, die Musik sei menschenfeindlich? Für mich ist sie eher beruhigend, die zeit scheint langsamer zu laufen, Alltägliches wird unwichtig. Herr Herrner, Sie wissen Bescheid…. Wann stehen Sie morgens eigentlich auf? Das Foto ist ja mitten in der Nacht aufgenommen worden.

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