Lied der Woche:

LDW: Flight of the Conchords - The Most Beautiful Girl (In The Room)

Es ist eigentlich ein Unding, die Witzigkeit witziger Menschen und Dinge beschrieben zu wollen. Geht meistens schief. Die Humorkritik in der Titanic kann das. Meist. Aber was soll ich machen. Wenn dann Witzige auch noch musikalisch brillieren und ich das rauf und runter höre. Dann ist das eben ein Lied der Woche. Mindestens.


(Photo:
lesliemiperry)

Flight of the Conchords, Bret und Jemaine, Neuseeländer, machen Lieder, lustige, in diversesten Stilen, im Wesentlichen mit zwei Akustikgitarren. Damit traten sie auf und begannen dann ihr Material in quasi Strunkscher Manier mehrfach zu melken - mit Handlung versehen (neuseeländisches Folk-Duo versucht erfolglos in England Fuß zu fassen) als Radio-Serie für BBC, als spezielles HBO-Feature, mit Handlung (neuseeländisches Folk-Duo versucht erfolglos in Amerika Fuß zu fassen) als TV-Serie auch für HBO, als EP mit teils Studio- teils Live-Versionen (wofür sie einen Grammy als “Best Comedy Album” kriegen) und jetzt noch als Studio-Album. Und ich war ziemlich überrascht, wie mich das nochmal umgehauen hat. Ganz breit und dick und schick produziert. Macht Spaß zu hören, oft zu hören, und das tut dann dem Spaß wiederum gut. Man vergleiche bei genügend Zeit und Lust mal von dem hier gepriesenen LDW eine Live-Version (auch auf der EP im Übrigen) mit der  Serien- und dann der Alben-Version. Aaaach, der Bass… herrlich.

FotC hab ich hier im Zusammenhang mit Bowie übrigens schon mal kurz erwähnt. Und dies jenes war offenbar auch das erste, was die beiden je im Fernsehen gespielt haben. So schließt sich das. Nicht ganz, aber egal.

Interpret: Flight of the Conchords
Titel: The Most Beautiful Girl (In The Room) (hier hören)
Album: Flight of the Conchords
Jahr: 2008
Label: Sub Pop
Kaufen: amazon

ffwd, 15. May 2008, 1:42
Lied der Woche, Weblog:

LDW: Fettes Brot - Hörst Du mich?

Jetzt will ich den Bann mal brechen: Der Mansenmann will den Interessenkonflikt nicht eingehen, würde aber sicher gerne mal ein Fettes LDW-Brot machen; mach ich es eben.Dabei ist das ja gar nicht so einfach mit den Broten.
Fettes Brot

(Photo: Stinker)

Denn spätestens mit der letzten Platte (aber allerspätestens!) haben die sich wohl entschieden, die Clowns jetzt Vollzeit zu machen. Und ihrem Wunsch, irgendwie lieber Pop oder Schlager oder wasauchimmer zu machen als ausgerechnet Hip Hop haben sie jetzt auch noch mehr Raum gegeben. Aber hey! Will jemand noch Hip Hop? Zumal deutschen? Eben! Und wenn die Brote am besten lustig sein können und ihnen das am meisten Spass macht: Sollen sie doch. Sie sind ja dabei wenigsten wirklich lustig - und wer ist das hier schon?

Nur musikalisch wird’s für mich dann immer ein bisschen eng, denn für eine richtig gute Pop-Platte werden eben doch noch zu viele Hip-Hop-Refrains gegröhlt, nicht eigentlich gesungen und die Produktion würde ich mir auch oft weniger rumpelig wünschen, um mir tatsächlich einen schönen Sonntagnachmittag mit einer Fettes-Brot-Platte machen zu können.

Aber das muss ich ja auch gar nicht. 90% der Platte werden jedenfalls automatisch jedes Open-Air-Festival dieses Sommers in 0,nix erobern und das von mir ausgewählte LDW ist - wenn vielleicht ein bisschen pathetisch - ein 1A+ Lied, das auch hervorragend in eben diesen Sonntagnachmittag passt.

Interpret: Fettes Brot
Titel: Hörst Du mich?
Album: Strom und Drang
Jahr: 2008
Label: Fettes Brot Schallplatten
Kaufen: Amazon

Herr Herrner, 20. April 2008, 17:27
Gute Produkte:

Shine a light

Fahrradbeleuchtung ist ein unendliches und fast immer unerfreuliches Thema. Ich bevorzuge alles, was fest am Fahrrad montiert ist (also keine Batteriebeleuchtung zum vergessen oder klauen lassen anstecken) und nicht auf irgendeine Verkabelung angewiesen ist. Im Augenblick habe ich ein fest montiertes Rücklicht mit Batterie (”D’TOPLIGHT permanent”) und einfachem An- und Ausschalter und habe für vorne nur ein sehr winziges Diodenlicht, dass ich an meinem Schlüsselbund herumtrage. Schön finde ich z.B. auch die hier schon mal erwähnten Pedallichter, die man nicht im vorbeigehen gestohlen bekommen sollte, keine Batterien brauchen und beim Fahren einfach leuchten.

In eine ähnliche Richtung gehen die Reelight-Lampen, die auch keine Batterien und keinen separaten Dynamo brauchen und das Front- und Rücklicht ersetzen könnten. Haben aber bislang keinen deutschen Distributor.

(via Cool Tools)

Herr Herrner, 17. April 2008, 11:17
Weblog:

Richtiger Mann, falsches Delikt

Gravenreuth rechtskräftig zu elf Monaten auf Bewährung verurteilt

Herr Herrner, 16. April 2008, 14:33
Weblog:

Bring the beat back!

Ein Roboter, der nach Sachen Ausschau hält, gegen die er rhythmisch trommeln kann. Und das dann sampled. Und wieder abspielt. Und drollig aussehen tut er auch noch. Let’s make robots, indeed!

(via 31Nord)

Herr Herrner, 9. April 2008, 12:09
Weblog:

TV Spiegelfilm

Kann mir jemand sagen, warum SPON jetzt _jede_ Ausgabe von Illner, Will und Konsorten ausführlich mit Spott und Häme überzieht? Haben die eine Agenda? Haben die jetzt erst gemerkt, dass das alles Dreck ist? Will das jemand lesen?

Herr Herrner, 4. April 2008, 9:04
Lied der Woche:

LDW: The Notwist - good lies

Frühlingshafte Vorfreude. Neue Alben von alten Helden stehen an. The Breeders hab ich ja an andrer Stelle schon gerühmt, Ihre neue Platte “mountain battles” haben sie offenbar nett unprätentiös gefeiert. Und im Mai gibt’s “The Devil, You + Me” von Notwist. Mit Kammerorchester, neuem Schlagzeug (?) und was weiss ich noch. Das ist keine große Neuigkeit mehr, aber ich freu mich. Und am End werd ich mir das mal wieder blind kaufen. Ich hab erst kürzlich endlich mal die Doku “on | off the record” zur Entstehung von “neon golden” gesehen. Sympathisch und wahnsinnig, die Herren. Welch ein Aufwand. Und nicht mal nur für Fans ein schöner Film (und es gibt nicht nur Fans, es gibt sogar Ultras).


(Photo: grenade)

Wenn die bisher bekannten Tourtermine wirklich alles in diesem Jahr sein sollen, beschwere ich mich hiermit. Ich will nicht auf Festivals. Ich will schön gezielt zu ausgewählten Konzerten. Und angemessene Zeit da verbringen. Und das bitteschön, wenn’s nicht zu viel verlangt ist, in Hamburg. Danke.

Interpret: the notwist
Titel: good lies
Album: The Devil, You + Me
Jahr: 2008
Label: cityslang
Kaufen: warten

ffwd, 27. March 2008, 1:42
Weblog:

Musik billig - und legal

Ich kaufe Musik ja gerne bei Amie Street (siehe auch hier) - dort gibt es DRM-freie MP3s, deren Preis sich über die Nachfrage regelt - wenn Musik neu in den Shop eingestellt ist, kostet sie immer erst einmal sehr wenig, (ab 0 cent) und wenn sie häufiger nachgefragt wird, wird sie teurer - aber nie über 0,98$ pro Lied, also immer billiger als z.B. bei iTunes. Zu diesen Preisen kann man den Shop auch aus Deutschland benutzen und profitiert auch noch vom günstigen Dollarkurs. Und wenn dann noch eine Aktion wie die heutige dazukommt (Konto um einen bestimmten Betrag aufladen und den selben Betrag noch einmal gutgeschrieben bekommen), dann zahlt man - wie zum Beispiel ich gerade - für zwei Hanne Hukkelberg-Alben ungefähr €1,60. Das ist mir dann fast schon zu billig.

Herr Herrner, 18. March 2008, 17:40
Weblog:

Der heisse Scheiss

Die einzelnen Stimmen mehrstimmiger Audiodaten verändern? Hut ab!
Einzig die Aussage “What doesn’t work in theory can still work in reality” macht mich ein bisschen stutzig.

Update: Gibt es sonst nur bei Apple: Pressevorführungen, bei denen das Publikum hörbar begeistert ist…

Herr Herrner, 13. March 2008, 9:28
Lied der Woche, Weblog:

LDW: Goldfrapp - Eat Yourself

Ich hatte noch kein Goldfrapp-LDW - da ist wohl was schiefgegangen. Jetzt komme ich ausgerechnet damit an, wo sich die beiden musikalisch umorientiert haben. Die leisen Töne haben sie schon immer beherrscht, früher hatten sie aber immer auch die echten Analog-Synth-Stampfer im Gepäck, für die alleine sich die Anschaffung überdimensioniertester Musikabspielgeräte lohnte - wer in dieser Richtung auf Goldfrapp zugehen möchte, kann sich ganz gut mit dem “We are Glitter“-Remix-Album vergnügen: am Slide-In-DFA-Remix könnte ich mich dumm und dümmer hören.

Von der Strasse ist sie aber nun eben abgebogen und hat sich auf ruhige, folk-artige Elektronika verlegt, die sich nicht mal mehr elektronisch anhören - dafür bekommt man aber mehr von Alison Goldfrapps wunderbarer Stimme mit.


(Photo: Stuart Leech)

Zum Ende der Platte wird der Rythmus wieder dominanter, man muss also nicht davon ausgehen, dass Goldfrapp einen Teil ihrer Wurzeln ganz abgeschnitten haben. Das Lied der Woche kann man sich u.a. auf der Goldfrapp’schen Myspace-Seite anhören.

Interpret: Goldfrapp
Titel: Eat Yourself
Album: Seventh Tree
Jahr: 2008
Label: Mute
Kaufen: Amazon.de (Album)

Herr Herrner, 5. March 2008, 14:53
Weblog:

Der Vollständigkeit halber

…das Optimus Maximus Keyboard kann man wohl jetzt kaufen. Sieht nicht so slick aus, wie ich es mir gewünscht hätte, aber bei 1.500$ ist das ja auch nicht so besonders schlimm…

Herr Herrner, 26. February 2008, 14:03
Lied der Woche:

LDW: Duffy - Mercy

Ich machs mal kurz und schmerzlos: wenn nun doch Duffy die “neue Amy Winehouse” wird und nicht z.B. Adele oder Kate Nash, hab ich überhaupt nix dagegen. Die Briten, überhaupt. Da landet sowas ja vollkommen zu Recht auf Platz 1, während bei uns… ich spreche es nicht aus, man darf sich die Charts nicht anschauen…

duffy

Dusty Springfieldscher R&B Stomper. Ich bin von den Socken. Video nach dem Klick (und auf MTV läufts nu auch, na also.

Interpret: Duffy
Titel: Mercy
Album: Rockferry
jahr: 2008
Label: Universal
Kaufen: amazon

Mansenmann, 25. February 2008, 11:15
Weblog:

Hamburg-Wahl

Setting the record straight

Nur in St. Pauli. Aber immerhin. Der Rest ist ja eher so naja. An mir hat’s übrigens wieder nicht gelegen.

Herr Herrner, 24. February 2008, 22:31
Weblog:

Die lustige FDP

Für die FDP ist es ja inzwischen pathologisch, im Wahlkampf einfach immer nur peinlich rüberzukommen - in Hamburg beweisen sie es gerade wieder.

Auf ihren grenzdebilen Wahlwerbespot (den Link kann sich jeder selber suchen) mit Sky Dumont (-10 Sympathiepunkte dafür… approaching zero) ist man bei den Gelben so stolz, dass man sich mit allermodernsten Mitteln an die “Generation @” ranschmeissen wollte. Die Blogger solltens mal wieder richten, die scheinbar hochtalentierten Reklamemacher im Hamburger Internet-Laden “Oysterbay” (hört das mit diesen Namen in Hamburg eigentlich nie auf?) schrieben ein paar Blogger unter falschem Absender an und verkauften das ganze als virales Marketing (ab jetzt alles, was keine Plakatwerbung ist). Ging - natürlich - nach hinten los: Gibt nicht nur schlechte Presse bei den Bloggern sonder auch noch eine Abmahnung.

Und überhaupt viral… das:

fdp_parken

hing letzte Woche unter meinem Scheibenwischer, als ich das Haus verlies. Ich habe mich den ganzen Tag über den Strafzettel geärgert - am Abend, als ich ihn dann näher angeguckt habe, nur um so mehr: Nicht nur, dass mir die FDP die Morgenlaune verdirbt, sie ist offensichtlich auch der Meinung, dass Parkverbote nicht so ernst genommen werden sollten, wie sie es jetzt werden. Ein Top-Thema! Am besten lassen wir die ganzen Q7 einfach auf den Hamburger Radwegen stehen! Immerhin hat die FDP zum Verkehr noch mehr zu sagen: Die City-Maut muss verhindert werden! Aber natürlich! Wo kämen wir denn hin, wenn man nicht mehr mit dem Auto bis in die Lieblingsboutique fahren könnte? Dann müsste man den ganzen Tag zuhause bleiben, “bei einem ausgesuchten Darjeeling First Flush Tee in seine umfangreiche Privatbibliothek eintauchen” und Homer “parallel im Original” lesen, “auf Lateinisch oder Griechisch”.

Oder “bei einem guten Rotwein zusammensitzen, lachen, streiten und gemeinsam kochen.

Da müssen einem ja quasi auch sonst nur Ideen kommen, die den ganze Laden für mich unwählbar machen: Freie Wahl für Wirte beim Rauchverbot (hauptsache frei!), Hunde wieder unangeleint auf die Strasse scheissen lassen (hauptsache frei II), Förderung für den sozialen Wohnungsbau abschaffen und so fort. Die zwei oder drei Bürgerrechtselemente, die einen immer mal wieder interessiert auf Guidos Spasspartei blicken lassen, bekommt man anderswo jedenfalls billiger.

Herr Herrner, 18. February 2008, 21:07
Weblog:

Apple: Am Herrner vorbei

Vor ungefähr einem Jahr war der Zeitpunkt gekommen, an dem ich bereit gewesen wäre, ein Apple-Produkt zu kaufen. Der 20″-iMac, vor dem ich im Büro jeden Tag lange sitze, machte mir keinen nennenswerten Kummer, spielte 1a mit Windows, ich war über das “ein Laptop reicht mir zuhause”-Stadium heraus und so schien mir ein 24″-iMac genau die richtige Wahl für den nächsten Computerkauf. Dann kam der neue iMac, und schon gibt es wieder kein einziges Apple-Produkt, das für mich in Frage käme. Warum?

  • Die weissen iMacs waren ziemlich genau so, wie ich mir einen Computer für zuhause vorstellen würde (bis auf das Weiss, vielleicht). Wenn ich das Gerät hätte verbessern wollen, so hätte ich allen Modellen einen Vesa-Mount verpasst (ein Umbauset gibt es immer noch nur für das 24″-Modell - warum?!), vielleicht noch ein paar USB-Ports, ein aktualisiertes Innenleben, eine ordentliche Maus und von mir aus irgendwelche Style-Attribute, die für die nötigen Aaaahs und Ooohs sorgen. Ich durfte aber nicht, und deshalb haben iMacs jetzt eine spiegelnde Glasscheibe vor dem Bildschirm. Da ich das überhaupt nicht gebrauchen kann, kann ich auch den iMac nicht brauchen. Vielen Dank.
  • Macbooks, Pro-Macbooks und Air-Macbooks gehen alle an meinem Laptop-Bedarf vorbei: Die normalen Macbooks spiegeln auch, die Pro-Macbooks sind einfach zu teuer und haben Eigenschaften nicht, die man von einem “Pro”-Laptop einfach erwarten können sollte (vor allem keine Dockingstation), und das Macbook Air ist auch genau das, was ich nicht brauche - ein Computer ganz ohne Anschlüsse ist für jemanden, der WLAN nur anschaltet, wenn es unbedingt sein muss, wohl nicht gemacht worden. “Das dünnste Laptop der Welt…” aber die Werbelügerei hat bei Apple ja Tradition. Um für mich interessant zu sein bräuchte es bei Apple ein sehr kleines (<=12″) Laptop, das man in eine richtige Dockingstation stecken kann. Und das man noch bezahlen kann. Das Patent für meine Wunschlösung haben sie ja bereits eingereicht, aber patentiert wird ja so allerhand.
  • Mac Mini auf der einen Seite: Zu schwach und dafür zu teuer, finde ich. Von mir aus könnten die das Ding ein bisschen größer machen und dafür weniger Kompromisse (Notebookfestplatten, Chipsatzgrafik…) eingehen, dann ginge es. Und Mac Pros… da habe ich im Grunde gar nichts dran auszusetzen… tolle Dinger, nicht mal zu teuer, aber ich brauche einen solchen Boliden einfach nicht.
  • iPods finde ich nach wie vor doof (technische Einschränkungen, Service-Ripoff, …) - immerhin sind sie nicht mehr VIEL zu teuer. Und ein iPhone ist ein schönes Produkt - mit UMTS und ordentlicher Bluetooth-Unterstützung (oder alternativ gleich GPS) und freier Netzwahl könnte ich es auch wollen… aber so eben nicht.

Bleibt noch der ganze Peripherie-Kram, den Apple noch so baut (Apple-TV, Airport Express, Time Capsule) und bei dem das Problem eigentlich immer das gleiche ist: Apple macht ganz viel richtig, will aber immer den ganzen Kuchen haben (iTunes…) oder eine bestimmte Philosophie verkaufen (Wireless) und schränkt den Nutzen der Produkte damit unnötig ein.

So wird - obwohl sich Apple in Richtung brauchbarer Produkte entwickelt, erstmal weiterhin nichts aus uns. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Herr Herrner, 18. February 2008, 20:35