Korruption

Power corrupts and PowerPoint corrupts absolutely” sagte einst Vint Cerf, und man braucht kein Powerpoint-Karaoke und keine “wertvolle Medienkunde” um zu erkennen, dass Powerpoint-Präsentationen oft mehr schaden als nützen. Wenn man aber nun eine Präsentation machen muss, die an eine Wand geworfen wird, dann muss man - die Erfahrung habe ich jetzt gemacht - Powerpoint benutzen, auch wenn man es scheisse findet. Ich würde z.B. lieber mit Acrobat präsentieren und werde das vermutlich auch machen, aber in irgendeinem Programm muss ich den Kram doch zusammenhauen. Bei OpenOffice.org hat man sich scheinbar bemüht, Powerpoint in allen positiven wie negativen Details zu kopieren - keine Alternative. Inkscape z.B. macht nur Einzelseiten. Wink geht überhauptnicht. Und bitte nicht mit Vorschlägen wie InDesign o.ä. kommen - ich will nicht x*100€ dafür ausgeben, drei Zeilen Text und eine Illustration auf einer Seite zu platzieren.

5 Responses to “Korruption”

  1. Wolf Says:

    Wie wärs mit Apples Keynote? Da brauch man aber OS X für x86er, oder einfach einen tollen Rechner;-) Was dabei rauskommt ist meistens x-mal besser und mindestens genauso oft mal hübscher als Powerpoint. Und es ist mir noch nie abgesoffen.

  2. Herr Herrner Says:

    Das ist nun wirklich Geschmacksache… ich will ja keine “oooohs” und “aaaahs”, wenn sich die Folien in den 3D-Raum verabschieden, ich will mich nicht vor unseren lärmenden Mac setzen (auf meinem PC ist osx86 in Ermangelung einer ATI-Karte zu langsam) und ich will vor allem keine Präsentation, für die ich dann wieder einen Mac brauche, um sie abzuspielen. Achso: Und ich will ja möglchst wenig Geld dafür ausgeben; am besten gar keins.

  3. Lord Orange Says:

    Wenn es nix kosten soll, dann nimm doch die DTP-OpenSource Lösung Scribus (http://www.scribus.net). Da kann man zumindest ordentlich layouten und auch gleich ein PDF exportieren.

  4. Herr Herrner Says:

    Yeah! Das war die Art Information, die ich mir erhofft hatte! Das guck ich mir gleich an.

  5. miboe Says:

    Klar, man kann Powerpoint scheiße finden - aber die Kulturkritik in den verlinkten Texten ist dann wohl doch etwas des Guten zuviel. Die Qualität eines Vortrags misst sich wohl noch immer an der Fähigkeit und Vorbereitung des Vortragenden. Die vielen miesen Präsentationen derjenigen, die mit Power Point und “tollen” Tricks wie Einflugschneisen von Buchstaben, Farbkombinationen, von denen man Augenkrebs bekommen kann, Schriftgröße 11, von schlechten Vorträgen ablenken wollen, entlarven sich meist selbst. Aber ein Vortrag ganz ohne Visualisierung, am besten noch zu Themen wie “konstruktivistische Theorien der Politik “, den kann ich mir nicht geben. Ich bin daher ganz froh über eine richtige Dosis PowerPoint, obwohl die Nutzer ein alter 68er Prof bei einer Tagung mal abschätzig als “Powerpoint Brigaden” bezeichnet hat. Was auch lustig ist.

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