Musik billig – und legal
Ich kaufe Musik ja gerne bei Amie Street (siehe auch hier) – dort gibt es DRM-freie MP3s, deren Preis sich über die Nachfrage regelt – wenn Musik neu in den Shop eingestellt ist, kostet sie immer erst einmal sehr wenig, (ab 0 cent) und wenn sie häufiger nachgefragt wird, wird sie teurer – aber nie über 0,98$ pro Lied, also immer billiger als z.B. bei iTunes. Zu diesen Preisen kann man den Shop auch aus Deutschland benutzen und profitiert auch noch vom günstigen Dollarkurs. Und wenn dann noch eine Aktion wie die heutige dazukommt (Konto um einen bestimmten Betrag aufladen und den selben Betrag noch einmal gutgeschrieben bekommen), dann zahlt man – wie zum Beispiel ich gerade – für zwei Hanne Hukkelberg-Alben ungefähr €1,60. Das ist mir dann fast schon zu billig.


März 19th, 2008 at 13:51
Wo kämen wir denn da hin, wenn künftig die Nachfrage auf diese Weise den Preis bestimmte? Eine beängstigende Vorstellung… Jetzt mal von diesem sehr eigenen Promo-Konzept mal abgesehen ;)
Für Nachwuchsmusiker grossartig, für etablierte Musiker im meisten Fall zu billig. Was beim Musiker dann hängen bleibt, will ich nicht wissen, bzw. kann es mir leider vorstellen – die Bekannten zahlen für die andern indirekt mit. Komisch.
März 19th, 2008 at 15:06
Beim Künstler bleiben bei Amie Street genau 70% hängen, wenn er direkt über deren Shop verkauft – und er muss dabei nicht exklusiv dort verkaufen. Er muss allerdings die Möglichkeit haben, überhaupt anderswo Musik feilbieten zu können als über seine Plattenfirma/Vertrieb, aber das haben ja nun auch immer mehr Künstler.
März 19th, 2008 at 17:14
Ja, wenn wir schon ins Eingemachte gehen: 70% aber erst nach 5 Dollars für jeden Song, die als “Handling/sonstwie Fee” abgezogen werden. Bei den Preisen musst Du deinen Titel dann ja äää xmal verkaufen, um überhaupt mal einen Pfenny zu machen? Wie gesagt in meine Augen zwar ne super Möglichkeit für weniger Bekannte Musiker, ohne Label/Vertrieb überhaupt mal was zu verkaufen, aber sonst…
März 19th, 2008 at 17:18
In dem speziellen Fall habe ich fast eher das Gefühl, das relativ bekannte Künstler, die aus ihren anderen Verträgen raus sind, ihren Backkatalog da einstellen, um an möglichst vielen Stellen Geld mit dem alten Kram verdienen zu können – und die werden ja vermutlich auch nicht an der 5-$-Hürde scheitern.
März 19th, 2008 at 17:21
…und sooo schlimm billig ist es ja eben auch nicht – die Alben haben gestern noch $2,42 und $2,80 gekostet, jetzt sind sie schon bei $6,71 und $3,86. Und den “Buy one, get one free”-Bonus gibt es heute ja auch nicht mehr, den hat ja auch Amie Street draufgelegt.